
Das Altenhilfezentrum der Diakonie Naumburg-Zeitz zählt zu Deutschlands empfohlenen Top-Pflegeheimen
Das Altenhilfezentrum Sankt Georg-Stift Teuchern gehört nach der aktuellen Urkunde von FOCUS-Gesundheit zu Deutschlands Top-Pflegeheimen 2027. Grundlage der Empfehlung ist laut Urkunde eine unabhängige Datenerhebung. Berücksichtigt wurden unter anderem die Pflege- und Betreuungsqualität, Lebensqualität und Teilhabe, Struktur und Wohnqualität, Personal und Kompetenz sowie die Einbindung von Angehörigen. Diese Bereiche lassen sich im Pflegealltag kaum voneinander trennen. Gute Pflege bedeutet, verlässlich zu helfen und zugleich darauf zu achten, was ein Mensch selbst entscheiden und gestalten möchte. Dazu gehören ein vertrautes Umfeld, persönliche Rückzugsmöglichkeiten, Gemeinschaft und Mitarbeitende, die zuhören und den individuellen Unterstützungsbedarf kennen
Leben in überschaubaren Hausgemeinschaft
Im Sankt Georg-Stift leben 40 ältere und pflegebedürftige Menschen in vier familienorientierten Hausgemeinschaften. Jeweils zehn Bewohnerinnen und Bewohner teilen sich die Gemeinschaftsbereiche. Gleichzeitig verfügt jeder Mensch über ein eigenes, individuell eingerichtetes Einzelzimmer mit Dusche und WC.
Die Mitarbeitenden sind rund um die Uhr für die Bewohnerinnen und Bewohner da. Art und Umfang der Unterstützung werden gemeinsam und individuell festgelegt. Das Haus begleitet Menschen mit den Pflegegraden 2 bis 5.
Diese Struktur verbindet Gemeinschaft mit persönlichem Freiraum. Wer Ruhe braucht, kann sich in das eigene Zimmer zurückziehen. Wer Gesellschaft sucht oder sich am Alltag beteiligen möchte, findet in der Hausgemeinschaft viele Möglichkeiten dazu.
Selbstbestimmung und Teilhabe im Alltag
Das Leben im Sankt Georg-Stift orientiert sich an den Gewohnheiten, Fähigkeiten und Bedürfnissen der einzelnen Menschen. Ziel ist es, die Selbstständigkeit so weit wie möglich zu erhalten. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich an der Gestaltung des Tages beteiligen und Aufgaben übernehmen, die ihnen vertraut sind.
Die Wohnküche bildet den Mittelpunkt jeder Hausgemeinschaft. Dort werden Mahlzeiten täglich frisch und gemeinsam zubereitet und eingenommen. Hinzu kommen Feste, kirchliche Angebote sowie kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten. Kontakte zu Gästen, örtlichen Vereinen und Menschen aus Teuchern gehören ebenfalls zum Leben im Haus.
Teilhabe wird damit nicht auf einzelne Veranstaltungen beschränkt. Sie findet auch in den kleinen Dingen statt: bei einem Gespräch am Küchentisch, beim gemeinsamen Vorbereiten einer Mahlzeit oder bei einer Aufgabe, die ein Stück des vertrauten Alltags bewahrt.
Angehörige bleiben ein wichtiger Teil des Lebens
Angehörige, Freunde und frühere Nachbarn werden ausdrücklich in das Leben der Hausgemeinschaften einbezogen. Vertraute Beziehungen helfen dabei, persönliche Gewohnheiten, Erinnerungen und Wünsche im Blick zu behalten. Sie geben Halt und verbinden das Leben im Pflegeheim mit der eigenen Biografie.
Die Einbindung von Angehörigen gehört deshalb zu den wichtigen Qualitätsmerkmalen, die FOCUS-Gesundheit in seiner Empfehlung berücksichtigt. Sie verlangt Zeit, Offenheit und einen verlässlichen Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern, ihren Familien und den Mitarbeitenden.
Pflege im Sinne des diakonischen Auftrags
Die Auszeichnung des Sankt Georg-Stifts passt zur Gesamtausrichtung der Diakonie Naumburg-Zeitz. Ihr Leitbild stellt die Würde jedes Menschen in den Mittelpunkt. Diakonisches Handeln fragt demnach nicht allein danach, was ein Mensch braucht, sondern auch danach, was er selbst möchte. Ebenso gehört die Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben zu den erklärten Zielen der Diakonie.
An 15 Standorten im Burgenlandkreis begleitet die Diakonie Naumburg-Zeitz Menschen unterschiedlicher Altersgruppen. Das Angebot reicht von der Alten- und Seniorenhilfe über die Kinder- und Jugendhilfe bis zur Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen.
Das Sankt Georg-Stift ist Teil dieses regionalen Hilfenetzes. Die FOCUS-Urkunde würdigt dabei genau jene Bereiche, in denen sich gute stationäre Pflege jeden Tag bewähren muss: in der fachlichen Versorgung, im respektvollen Umgang, in einem wohnlichen Umfeld und in der Möglichkeit, auch bei wachsendem Unterstützungsbedarf möglichst selbstbestimmt zu leben.

