21.12.2020

Feierliche Schlüsselübergabe für die Villa Lepsiusstraße

Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten (Sprüche 24,3)

Kirchenkreis und Diakonie begehen feierliche Schlüsselübergabe für die Villa Lepsiusstraße in Naumburg: 1913 wurde die Villa Lepsiusstraße errichtet. Nach Jahren des Leerstandes und des Verfalls begannen im Oktober 2019 die Sanierungsmaßnahmen, welche am 09.10.2020 erfolgreich beendet werden konnten. Zur feierlichen Schlüsselübergabe hatten Kirchenkreis und Diakonie alle an diesem Wohnprojekt Beteiligten aus Kirchenkreis und Diakonie, Partner, Firmen sowie künftige Mieter eingeladen. Architekt Jens Deusch erinnerte dabei, dass 2007 erstmals die Idee Gestalt annahm, das Gebäude für ein sozialdiakonisches Projekt zu nutzen. Er berichtete über die Reise durch den Kirchenkreis auf der Suche nach einem geeigneten Standort, verwies auf zahlreiche Hürden und Anläufe, erwähnte unter anderem die Kostendynamik im Bau, finanzielle Schwierigkeiten sowie Besonderheiten des Gebäudes. „Das Haus ist ein Parallelogramm. Es gibt darin keinen rechten Winkel“, so Deusch, der den beteiligten Firmen sein Lob aussprach: „Es war eine super Arbeit, Sie haben immer alle an einem Strang gezogen.“

Die geplanten Kosten liegen bei rund 2,6 Millionen Euro. Finanzielle Hilfe gab es durch die Stiftung Deutsches Hilfswerk und den Kirchenkreis Naumburg-Zeitz. Superintendentin Ingrid Sobottka-Wermke verwies auf die wechselvolle Historie des Hauses, das viele Geschichten erzählen könnte, und sie erinnerte auch an die Zeiten, als Schüler des kirchlichen Proseminars hier untergebracht waren und später Mietwohnungen entstanden sind. „Es ist ein würdiges Haus, das bereits viele Menschen beherbergt hat, die an Gott vertraut haben. Mögen deren gute Geister weiter hier leben.“ Begleitet wurde die feierliche Schlüsselübergabe vom Posaunen-Chor Flemmingen.

Alle Gäste erhielten die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das Haus. Von dem neuen Balkon im Mansardgeschoss schweift der Blick über Naumburg, über Häuserdächer und Straßen, zu den vier Türmen des Doms und denen der anderen Kirchen. „Die Terrasse ist das Sahnestück.“, sagte Annemarie Müller lächelnd. Noch im November wollen die Eheleue Müller ihre neue Wohnung in der Villa Lepsiusstraße beziehen. „Wir sind mächtig gespannt.“, so Annemarie Müller, einst Pfarrerin in Kirchscheidungen.

Foto: Torsten Biel