
Aktionswoche „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ – Wir werden sichtbar
In Deutschland wächst jedes fünfte bis sechste Kind mit einem suchtkranken Elternteil auf. Sucht ist kein Randproblem – und dennoch bleibt sie im Alltag vieler Familien oft ungesehen.
Mit der bundesweiten Aktionswoche „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ machen wir auf diese Lebensrealität aufmerksam – sensibel, klar und ohne Stigmatisierung. Ziel ist es, Kinder in ihrem Erleben zu sehen, Unterstützungsmöglichkeiten sichtbar zu machen und Menschen im Umfeld zu ermutigen, aufmerksam hinzuschauen.
Was bedeutet das für Kinder?
Frühe Unterstützung kann hier Schutz bieten, entlasten und die Entwicklung stärken – für ein gesundes Aufwachsen.
Wenn es schwer ist – Hilfe ist möglich
Vielleicht kennen Sie ein Kind, das Ihnen Sorgen macht.
Wichtig zu wissen ist: Hilfe ist da – kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym.
Unterstützung im Burgenlandkreis
Die Suchtberatungsstellen der Diakonie Naumburg-Zeitz stehen Menschen mit Suchterfahrungen und deren Angehörigen offen – mit Begleitung, Gesprächen und weiterführenden Hilfen. Dazu gehören unter anderem:
> Einzelberatung – vertraulich und anonym möglich
> Angehörigengespräche für Familien, Freund:innen und andere Bezugspersonen
> Krisenintervention und psychosoziale Begleitung
Suchtberatungsstellen im Burgenlandkreis:
- Naumburg – Grochlitzer Straße 55 (Diakonie Naumburg-Zeitz gGmbH)
- Zeitz – Paul-Rohland-Straße 2 (Diakonie Naumburg-Zeitz gGmbH)
- Weißenfels – Leopold-Kell-Straße 27 (DRK Kreisverband Weißenfels e.V.)
Online-Beratung als schnelle Hilfe
Für eine niedrigschwellige und unmittelbar verfügbare Unterstützung stehen digitale Angebote bereit:
Diese Angebote können auf Wunsch anonym genutzt werden – ein wertvoller erster Schritt, wenn persönlicher Kontakt noch nicht möglich ist.
Suchtprävention – früh ansetzen
Parallel zur Beratung stärkt die Suchtprävention der Diakonie Naumburg-Zeitz Kinder, Jugendliche, Familien, Schulen und Fachkräfte im Burgenlandkreis. Ziel ist es, frühzeitig Orientierung zu schaffen, Belastungen wahrzunehmen und gemeinsam gute Wege zu finden.
Ein erster Schritt kann viel verändern
Hinschauen, wahrnehmen, ansprechen – das ist keine Kleinigkeit, aber ein kraftvoller Anfang. Ein erster Schritt darf klein sein. Aber er kann viel verändern.
