
Offen für alle Hilfsbedürftigen
VON UNSEREM MITARBEITER HANS- DIETER SPECK

Pflegedienstleiterin Elke Treu (l.) im Gespräch mit in Freyburg tätigen Pflegerinnen. Im Gemeindesaal des Freyburger Pfarrhauses trafen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation Naumburg-Zeitz mit Vertretern der Kirchengemeinden, Kommunalpolitikern und Bürgern. Pfarrer Sven Hanson eröffnete den Empfang der Diakonie mit Andacht und Gebet.
Freyburg. Im Burgenlandkreis betreut die Diakonie-Sozialstation 450 Patienten in acht Standorten. Dafür sind 72 Fachkräfte und drei Zivildienstleistende im Bereich zwischen Kayna und Teuchern bis Nebra und Saubach/Finne mobil mit 44 Autos unterwegs. Zu den Aufgaben gehören häusliche Alten-und Krankenpflege, Hauswirtschaftshilfe, soziale Hilfe, Pflegeberatungen und Pflegeübernahme bei Urlaub oder Erkrankung der Pflegeperson. Darüber informierte Pflegedienstleiterin Elke Treu Mittwochnachmittag im Gemeindesaal der Kirche Freyburg.
Dort stand die am christlichen Menschenbild ausgerichtete Hilfe der Diakonie im Mittelpunkt eines Empfangs für Gemeindemitglieder, im Pflegedienst Tätige, Kommunalpolitiker und Bürger im Kirchspiel Freyburg. Die gut besuchte Zusammenkunft wurde mit Andacht und Gebet durch den gastgebenden Pfarrer des Kirchspiels Freyburg, Sven Hanson, eröffnet. Diakonie-Geschäftsführer für Naumburg-Zeitz, Siegfried Kosdon, zog den Bogen von den Anfängen des Christentums in die Gegenwart, von der tätigen Nächstenliebe am Beispiel Jesu zur Gründung des diakonischen Werkes 1848. Seit 1989 gibt es das diakonische Werk Naumburg-Zeitz als Einrichtung des Kirchenkreises. Auf das neue Konzept in der Arbeit der Sozialstationen verwies Superintendent Reinhard Voitzsch. Es gibt nur noch eine Sozialstation im Burgenlandkreis, die Sozialstation Naumburg-Zeitz in Naumburg in der Jakobsstraße 37. Das bedeute aber keinen Abstrich in der Betreuung, unterstrich er unter Verweis auf die Einteilung in die acht Regionen mit den Standorten. So sind beispielsweise im Kirchspiel Freyburg acht Mitarbeiterinnen der Diakonie im Einsatz. Neben der fachlichen Hilfe komme dem persönlichen Engagement große Bedeutung zu, unterstrich der Superintendent. Verstärkt sei Nachbarschaftshilfe gefragt. "Allein vom Reden bewegt sich nichts. Wir müssen etwas dafür tun", sagte Voitzsch. Der Freyburger Empfang solle dem gemeinsamen Gespräch dienen. "Wir suchen die Verbindung zu den Menschen, das Miteinander von Diakonie und Kirchengemeinden, vor allem das von Wort und Tat", so Voitzsch. So kam es im Freyburger Gemeindesaal zu vielen Gesprächen unter den zahlreichen Gästen des Empfangs. Dazu trug auch die lockere Atmosphäre bei. Robert Müller spielte am Klavier, das Freyburger Café Merle hatte ein reiches Kuchen- und Tortenbüfett gedeckt, Sekt gab es zum Empfang. Selbst gebasteltes Kunstgewerbe wurde verkauft.
In Broschüren und auf Sichttafeln orientierte die Diakonie auch auf weitere Angebote. Dazu gehören Schwangerschaftskonfliktberatung sowie Beratungen in der Erziehung, bei Schulden und Insolvenz, Sucht und Drogen. Sie unterhält eine Frauenschutzwohnung mit ambulanter Beratungsstelle und eine Möbelbörse. Zu altersgerechtem Wohnen gibt es mehrere Angebote vom ambulant betreuten Wohnen bis zur stationären Altenhilfe und dem Wohnen in Hausgemeinschaften. "Wir sind für alle offen, die Hilfe benötigen, unabhängig von der Konfession und Nationalität", so das Credo der Diakonie.

Quelle: NTB/NEB Freitag, 22. Februar 2008

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