13.09.2017

Plötzlich Chefin

Neue Leiterin in der Sozialstation Kayna

 

Yvonne Bergk - Die Krankenschwester hat vier Jahre in der Diakonie-Sozialstation Kayna gearbeitet. Jetzt leitet sie sie.

Seit zwölf Jahren ist Yvonne Bergk bei der Diakonie angestellt. Seit vier Jahren arbeitet die Krankenschwester in der Sozialstation Kayna. Nun hat die 35-Jährige aus Wintersdorf (Thüringen) diese Station als Leiterin übernommen.
Dass die Station in dem Ortsteil von Zeitz eine eigene Leitung besitzt, ist neu: Die Diakonie Naumburg-Zeitz hat im Bereich ihrer Sozialstationen die Strukturen geändert, damit hat Kayna eine eigene Leitung. Und so haben Mitarbeiter und auch Patienten, die betreut werden, einen Ansprechpartner vor Ort, der Entscheidungen treffen kann. Das findet nicht nur Yvonne Bergk gut. Zuvor waren die Sozialstationen Osterfeld und Kayna zusammengefasst. Nun gibt es insgesamt sechs eigenständige Sozialstationen.

Das Angebot des zehnköpfigen Teams um Yvonne Bergk umfasst die häusliche Krankenpflege. Das heißt, es bietet seinen Patienten unter anderem Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung. Und das wiederum bedeutet, dass zum Beispiel Injektionen verabreicht, Blutzuckermessungen durchgeführt werden. Dazu gehören weiterhin Wundversorgung oder der Wechsel von Verbänden. Die Sozialstation Kayna betreut etwa 70 Patienten im Alter von 25 bis 100 Jahre. Sie sind in Kayna und in einem Umrkeis von 15 Kilometern zu Hause. Um sie zu versorgen, sind die Krankenschwestern pro Jahr Tausende Kilometer unterwegs. Besser sei mit der neuen Struktur, dass die Patienten und deren Angehörige nun einen direkten Ansprechpartner vor Ort haben, der spezielle Fragen beantworten kann, so Yvonne Bergk. Sie sei zudem für die Einsatzplanung zuständig, spreche die Pflege mit den Angehörigen ab. Außerdem sind Pflegevisiten Aufgabe der Chefin. Das heißt, sie kommt mit Patienten und Angehörigen darüber ins Gespräch, wie sie mit der Pflege zufrieden sind, ob mehr nötig ist, ob es weitere Wünsche gibt. Dabei könne Yvonne Bergk aber auch feststellen, ob vielleicht intensivere oder andere Pflege erforderlich ist.

"Die Patienten haben die Veränderung positiv aufgenommen", sagt Yvonne Bergk. Sie schätzen es, die Chefin persönlich zu kennen. Schließlich war sie ja über Jahre als Fachkraft unterwegs. Da habe auch sie festgestellt, dass es nicht so schön sei, wenn kein Vorgesetzter als Ansprechpartner vor Ort ist. Da habe sie sich schon manchmal Veränderung gewünscht. Ziel sei es in Zukunft auch eine palliative Versorgung mit ins Angebot aufzunehmen - also sterbenskranke Menschen zu Hause zu pflegen, ihnen so den Tod in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Quelle. Mitteldeutsche Zeitung
Text/Foto: Torsten Gerbank

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